Menschen zum Schutz vorsorglich einzusperren, kann nie das Mittel der Wahl sein

Ein Bizeps-Bericht zur aktuellen Situation von Menschen in Pflege- oder Behinderteneinrichtungen, der zum Nachdenken anregt.

Erschöpfung nach 60-Stunden-Wochen

Die häusliche 24-Stunden-Pflege steht vor dem Kollaps, doch auch in den Pflegeheimen ist die Situation mehr als angespannt. Eine Wiener Pflegekraft erzählte im Interview über ihren Alltag in der Coronakrise. Weiterlesen …

 

Die Belastung der Kinder- und Jugendhilfe durch die Corona-Krise:

Der Dachverband der Österreichischen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen (DÖJ) macht auf die hohe Belastungssituation in der stationären Jugendhilfe aufmerksam.

Die stationäre Jugendhilfe in Österreich betreut etwa 8.000 Kinder und Jugendliche, die wegen „Kindeswohlgefährdung“ nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Die meisten werden von insgesamt etwa 5.000 SozialpädagogInnen in Wohngemeinschaften rund um die Uhr betreut. Diese Tätigkeit gehört zu den „Systemrelevanten Berufen“, wird aber in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. weiterlesen

Unglaublich, was da geleistet wird

Für Sozialpädagog*innen und Behindertenfachkräfte ist die derzeitige Situation besonders herausfordernd: Sie betreuen und begleiten Menschen (Kinder und Erwachsene), für die Kontinuität und ein vertrauter Tagesrythmus besonders wichtig sind. Wo bleibt die notwendige Unterstützung? Dazu ein sehr informativer Artikel in ZackZack.

Hinübergehen …

Immer wieder taucht in Supervisionen das Thema „Sterben & Tod“ auf. Wie begleite ich als Pfleger*in, Sozialarbeiter*in sterbende Menschen, Mitbewohner*innen und Angehörige? Welche Haltung nehme ich ein? Was passiert da mit mir?

Empfehlenswert dazu, das Buch „Hinübergehen – Was beim Sterben geschieht“ von Monika Renz.

Monika Renz (Sterbeforscherin, Psychoonkologin, Musik- und Psychotherapeutin) ist in ihrer langjährigen Begleitung von Sterbenden zu dem Schluss kommen, dass sich der Sterbeprozess in drei Stadien einteilen lässt: Davor– Hindurch– Danach. Weiterlesen

Petition: Für den Erhalt des Psychosozialen Unterstützungsteams – P.U.T. ( M.I.T. & Schulsozialarbeit d. B.)

Das Psychosoziale Unterstützungsteam – P.U.T. (ehemals M.I.T. & Schulsozialarbeit des Bundes) wurde 2016 im Zusammenhang mit der hohen Anzahl an geflüchteten Kindern und Jugendlichen eingerichtet. Mittlerweile sind 23 Personen (16 VZÄ) beschäftigt, die beim ÖZPGS, einem Verein des Ministeriums, angestellt sind. Das Team besteht aus Psycholog_innen, Sozialarbeiter_innen und Pädagog_innen. In Synergie mit der Schulpsychologie Steiermark wurde ein Netzwerk aufgebaut, dessen Arbeit sich an den 62 Schulstandorten sehr bewährt hat.

Der Mehrwert und die Einzigartigkeit der Arbeit liegt vor allem in der Interdisziplinarität, Interreligiosität, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit der Mitarbeiter_innen.

Nun sollen mit Ende Februar 2020 alle Mitarbeiter_innen gekündigt werden, obzwar es eine eindeutige Regelung im Rahmen des Bildungsinvestitionsgesetzes gäbe (s.o.), der alle 8 anderen Bundesländer zugestimmt haben. weiterlesen

Arbeit mit Kindern belastet mehr

Arbeit mit Kindern belastet mehr_wrzeitungKomplexere Familiensituation, mehr Bürokratie, Vernetzung und Technologie – all das kostet in der Kinder- und Jugendbetreuung Zeit, die Fachkräften für neue Aufgaben fehlt.

Die WIENER LERNTAFEL

Über dieses sinnvolle Projekt bin ich gerade im Internet „gestolpert“:

Die WIENER LERNTAFEL

„Bildung ist ein wichtiger Baustein für ein gelingendes Leben. Viele Kinder brauchen aber zusätzliche Unterstützung, um ihre Lernziele erreichen zu können. Für armutsbetroffene Familien ist es besonders schwer, ihren Kindern einen ruhigen Platz zum Lernen zu schaffen und externe Nachhilfe zu finanzieren. Für diese Familien ist die WIENER LERNTAFEL da – wir beraten die Eltern in allen schulrelevanten Fragen und bieten ihren Kindern kostenlose Lernhilfe in Form von Einzelstunden, Gruppenunterricht und Hausübungsbetreuung. Ehrenamtliche Lernhelferinnen und Lernhelfer gehen auf jedes Kind individuell ein, fördern die Stärken und unterstützen bei Schwierigkeiten“

Fünfzehn Jahre ehrenamtliche Bewährungshilfe

… den letzten Gerichtsbericht schreiben, das letzte Team, den Bewährungshilfe-Ausweis abgeben. Fünfzehn Jahre ehrenamtliche Arbeit mit Menschen, wo das Gericht Bewährungshilfe angeordnet hat, sind nun für mich Geschichte.

Was war für mich das besondere an dieser „Freizeitbeschäftigung“? Als Coach und Supervisorin werde ich von meinen Klient_innen ausgesucht, sie entscheiden sich freiwillig wie lange sie mit mir an der Lösung von Problemen und dem Erreichen von Zielen zu arbeiten. Bewährungshilfe wird angeordnet und ein Abbruch dieser meist mehrjährigen Bewährungs- und Probezeit kann für die Klient_innen kann bedeuten, dass sie eine Haftstrafe antreten müssen. Und das ist die Herausforderung: In einem Zwangskontext  mit diesen Menschen eine tragfähige Beziehung aufzubauen, sie zu Selbstreflexion anzuregen; die Einsicht ein Unrecht getan zu haben, Verantwortung für das Delikt zu übernehmen ist oft ein sehr steiniger Weg, da sind Bewährungshelfer_innen die, die Mut und Zuversicht vermitteln; mit dem/der Klient_in Ideen, Strategien zu entwickeln, wie ein Leben ohne kriminelle Handlungen möglich und erstrebenswert ist. Ja, Bewährungshilfe ist sinnvoll – wir profitieren alle!